DE
Have any Questions? +01 123 444 555

Wie Achtsamkeit gegen den Weihnachtsstress hilft

Wie Achtsamkeit gegen den Weihnachtsstress hilft

12.12.2019. 15:50
(Kommentare: 0)

Na? Schon alle Geschenke zusammen? Auf allen 6 Weihnachtsmärkten gewesen? Nikolaus und Weihnachtsfeier optimal überstanden? So schön die Adventszeit ist, für viele von uns bedeutet sie vor allem: Stress. Ich habe dieses Jahr gelernt, was dagegen hilft und zwar auf dem Seminar für Mütter „Gelassen in turbulenten Zeiten.“  Achtsamkeit ist einer der Schlüssel und in diesem Text zeige ich dir, wie das im Alltag funktioniert. 

 „Gelassen in turbulenten Zeiten“ war ein  intensives zwei-Tages-Seminar geleitet von Sozialpädagogin und Therapeutin Katrin Normann aus München, die auch das bekannte Elterntraining „Kinder im Blick“ für Trennungseltern mitentwickelt hat. (Warum sich "Kinder im Blick" wirklich lohnt, habe ich in diesem Text hier beschrieben).

Wer achtsam ist, ist nicht gestresst 

Ein Kernthema meiner Stressbewältigungs-Fortbildung "Gelassen in turbulenten Zeiten" war das Thema Achtsamkeit. Da das Wort inzwischen schon so durchgenudelt ist, ist „Gegenwärtigkeit“ wahrscheinlich der bessere Begriff. Und genau diese Gegenwärtigkeit, das Aufmerksam-Sein im jeweiligen Moment, hilft in stressigen Zeiten, wie zum Beispiel jetzt in der Vorweihnachtszeit, wenn einem manchmal alles zu viel wird. 

Der Hintergrund: Wer wirklich achtsam ist, kann nicht gleichzeitig gestresst sein. Wenn ich zum Beispiel abends durch die Straßen laufe, und meinen Gedanken nicht erlaube, zur geplanten Kita-Weihnachtsfeier zu hüpfen oder zum noch ungeklärten Geschenk für Onkel Siggi, sondern mich einfach nur auf die Lichter in den Fenstern fokussiere, geht es mir gut. Meine Gedanken drehen keine Dauerschleifen in meinem Kopf, sondern ich nehme bewusst und genau wahr, was um mich herum ist und geschieht.

Dasselbe funktioniert bei der Zeit mit meinem Kind: Ich kann bewusst und achtsam Plätzchen backen und den Moment genießen und muss nicht in Gedanken schon bei meinem Einkaufszettel für den nächsten Supermarktbesuch sein.

Achtsamkeits-Übung für deinen Alltag 

Folgende Übung aus dem Seminar hilft beim achtsamer werden im Alltag: 

Denke zurück an die letzten ein bis zwei Wochen:

  • Bei welcher Situation, egal ob beruflich oder privat, hast du den Kontakt zum gegenwärtigen Augenblick verloren?

 

  • Wie hat sich das auf diese Situation ausgewirkt?

 

  • Wie wäre es gewesen, wenn es dir gelungen wäre, achtsam zu sein und den Augenblick in allen Facetten zu spüren?

 

Es lohnt sich kurz innezuhalten und ehrliche Antworten auf diese Fragen zu finden.

Bei Achtsamkeitsübungen geht es übrigens nicht darum, völlige Gedankenleere zu erreichen. Sondern die Gedanken als solche zu erkennen und sie in Ruhe wieder ziehen zu lassen.

Jeder Gedanke ist nur ein Angebot 

Denk daran: Jeder Gedanke, vor allem jeder negative, ist nur ein Angebot in deinem Kopf. Du musst ihn nicht festhalten und darauf herumkauen, du kannst ihn genau so gut wieder vorbei ziehen lassen. Es ist deine Entscheidung. 

Im Seminar haben wir gelernt: „Diejenigen die lernen, die Kontrolle über ihr eigenes Selbst in die Hand zu nehmen, indem sie bewusst ihre Gedanken kontrollieren, sind die einzigen, die überhaupt eine wirkliche Kontrolle über ihr Leben haben. Wenn wir im gegenwärtigen Bewusstsein leben, spielt Anspannung zunehmend keine Rolle mehr und verliert den Schrecken des Stresses.“ Nicht nur jetzt in der Vorweihnachtszeit.

Bewusst leben im Hier und Jetzt

Probiere einfach mal eine halbe Stunde lang aus, alles besonders achtsam zu tun. Achtsam Kaffeekochen. Achtsam Spielzeug wegräumen. Den Tannenbaum schmücken, komplett gegenwärtig, jede Kugel und jeden Zweig genau wahrnehmend. Das fühlt sich zunächst komisch und albern an. Aber es bringt uns perfekt ins Hier und Jetzt. Vor allem lohnt es sich immer wieder, ganz bewusst Zeit mit deinem Kind zu verbringen und dich auf den jeweiligen Moment völlig einzulassen. Kinder sind die besten Lehrmeister für Achtsamkeit.

Raus aus dem Gedankenkarussell 

Achtsamkeitsübungen helfen uns im Alltag, von unserem Gedankenkarussell unabhängig zu werden. Denn wir sind viel mehr als unsere Gedanken. Und auch mehr als unsere Gefühle. Stress entsteht im Kopf und auf diesen haben wir Einfluss. 

Der buddhistische Mönch und Schriftsteller Thich Nhat Hanh hat zu diesem Thema gesagt: „Die Voraussetzungen für unser Glück sind jetzt schon ausreichend. Wir müssen uns nur erlauben, im gegenwärtigen Augenblick zu leben.“ 

Lichterglanz, Kerzenschein, Lebkuchenhaus bauen mit deinen Kindern: Genieße diese besonderen Weihnachtsmomente so bewusst es nur geht.  Und freu dich vor allem daran.

Das wünsche ich dir in dieser Woche von Herzen.

Christina 

Willst du mehr Inspiration, Input und Achtsamkeit für 2020? Dann komm in mein „Mind & Money-Seminar“ am 1. und 2. Februar 2020 in Bad Nauheim. Alles Infos gibt es hier

Du willst mehr Infos, wie du Glück in dein Leben ziehen kannst? Lies diesen Artikel dazu 

Dich interessiert das deutschlandweit verfügbare Seminar „Kinder im Blick“ und willst wissen, wie Erziehung nach der Trennung gelingen kann? Schau dir diesen Text hier an

 

Foto: Pixabay

Zurück

Einen Kommentar schreiben
Bitte addieren Sie 7 und 6.

Datenschutz

Ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen. Ich stimme zu, dass meine Angaben und Daten zur Beantwortung meiner Anfrage elektronisch erhoben und gespeichert werden.

Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an info@getrenntmitkind.de widerrufen.


Passende Beiträge

von Christina Rinkl (Kommentare: 0)

Vernetzung, Austausch und Kontakte sind wichtig. Deshalb habe ich mit der Kölner Bloggerin Sarah von mutter-und-sohn.blog einen regelmäßigen Stammtisch für Getrennt-Erziehende gegründet. Unser nächstes Treffen findet statt am Freitag, 20.12.2019 abends auf einem Weihnachtsmarkt in der Kölner City. Wenn du dabei sein willst, schreibe mir eine kurze Mail an info@getrenntmitkind.de
Alle Infos zum Treffen gibt es hier:

von Christina Rinkl (Kommentare: 1)

Dieser Text ist für alle, die dieses Jahr einen oder sogar alle Feiertage ohne ihre Kinder verbringen. Bei mir war es im letzten Jahr so, ich weiß also ziemlich gut, wie sich das anfühlt. Es ist eine harte Zeit. Auch, wenn man versucht, das Beste daraus zu machen.

Copyright 2020 Seaside Media. All Rights Reserved.
Diese Website verwendet Cookies. Durch den Besuch dieser Website bestätigt der Besucher die Kenntnisnahme zur Verwendung von Cookies auf der Website. Mehr Informationen
OK