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Ein besonderes Geschenk

Ein besonderes Geschenk

06.09.2018. 15:54
(Kommentare: 2)

Vor einigen Tagen habe ich mit meinem Sohn ein Geschenk gekauft. Ein Geburtstagsgeschenk für seinen Vater. Mein Sohn hat es ausgesucht, verziert und eingepackt. Diese Geste mag manchen banal erscheinen. Mir ist sie wichtig. Weil mein Kind spüren soll, dass es beide Eltern liebhaben darf.

„Ich könnte das nicht so wie du“, habe ich von anderen daraufhin gehört. Aber ich finde das wichtig. Vielleicht weil ich es als Scheidungskind selbst anders erlebt habe. Ich weiß genau, wie ungut es sich im Magen anfühlt, wenn die Mutter über den Vater schimpft. Oder der Vater kein gutes Haar an der Mutter lässt. Für Kinder ist das purer Mist, sie sind ein Teil von beiden Eltern und lieben immer beide. Ich habe hier und hier ja schon öfter über das Thema geschrieben.

"Ein Kind ist wie ein Baum" 

Uta, eine meiner Lieblingsbloggerinnen, hat für ihre Webseite wer-ist-eigentlich-dran-mit-katzenklo.de die bekannte Paartherapeutin Eva-Maria Zurhorst  interviewt. Viele kennen ihr Buch „Liebe dich selbst, dann ist es egal, wen du heiratest“. Der Inhalt des Buches ist spannend und das Interview von Uta ist es fast noch mehr. Frau Zurhorst sagt darin: „Ein Kind ist wie ein Baum mit zwei Wurzeln. Die eine Wurzel ist die Mutter, die andere Wurzel ist der Vater. Wenn die Mutter an der Wurzel Vater sägt und der Vater an der Wurzel Mutter, dann kippt das Kind um. Ob ich darüber rede mit dem Kind oder ob ich das innerlich oder hinter verschlossener Tür austrage, ist völlig egal.“ 

Da hat Frau Zurhorst völlig Recht. Utas Interview ist wirklich äußerst lesenswert, es beherbergt noch viel mehr Zitate dieser Art. Zum Beispiel: „Ich kenne so viele Kinder, die die ganze Zeit nur damit beschäftigt sind, genau zu gucken, dass sie ja nicht einen von beiden zu viel lieben, dass sie immer austarieren.“

 Trennungskinder fühlen sich oft verantwortlich

Genau so ging es mir oft in meiner Kindheit und offen gesagt manchmal auch noch heute mit 36 Jahren. Dass meine geschiedenen Eltern mit ihren jeweils neuen Partnern heute gemeinsam an einem Tisch sitzen, kommt nur selten im Jahr vor, aber es passiert. Zum Beispiel letzte Woche bei unserer Familieneinschulungsfeier beim Italiener. Ich sitze dann meistens mittendrin und fühle mich verantwortlich. Dass beide genug zu trinken haben, dass ich mit beiden Parteien rede, dass die Unterhaltung am Tisch läuft, dass beide Eltern sowie ihre Partner glücklich und zufrieden sind.

Heute weiß ich: Das ist Quatsch, denn jeder ist für sich und sein Glück selbst verantwortlich. Wenn ich mich rechtzeitig daran erinnere, lehne ich mich zurück und versuche einfach, diesen seltenen Moment zu genießen, in dem ich meine beiden Elternteile gleichzeitig um mich habe.   

Aber als Kind konnte ich das nicht. Da habe ich mich sehr verantwortlich gefühlt für das Wohl und Befinden meiner Eltern. Oft auch unbewusst. Ich habe mich gefühlt, ständig zwischen beiden vermitteln oder austarieren zu müssen, genau wie Eva-Maria Zurhorst es beschreibt. Es beiden Parteien ständig recht machen zu müssen und häufig zwischen den Stühlen zu stehen, real wie emotional. 

Ich will nicht, dass mein Sohn sich auch so fühlen muss. 

Auch deswegen kaufe ich mit ihm ein Geburtstagsgeschenk für seinen Vater. Ich will meinen Sohn damit spüren lassen: Du liebst Papa, und das ist völlig in Ordnung so. Denn ich weiß, dass ich damit das viel größere Geschenk eigentlich meinem Kind mache.  

 

Bild: gänseblümchen/pixelio.de

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Kommentar von Uta |

Liebe Christina, das zu lesen, berührt mich sehr. Was für eine schöne Idee, gemeinsam für Papa ein Geschenk zu kaufen. Und wie großartig, dass du den ersten Schritt machst. Herzliche Grüße und vielen Dank für diesen Beitrag! Uta

Antwort von Christina Rinkl

Danke Uta für deinen Kommentar.

Ja, manchmal muss man den ersten Schritt machen. Vor allem, wenn es im Sinne des Kindes ist.

Viele Grüße nach Hamburg,

Christina

 

Kommentar von Ingo |

Liebe Christina,
ich verfolge ihren Blog jetzt schon eine längere Zeit und finde diesen echt klasse.
Sie schreiben sehr herzlich und sprechen vielen aus der Seele.
Was mich jetzt dazu bewogen hat einen Kommentar zu schreiben. Ich finde ihre Art und Weise beeindruckend und vorbildlich. Man sieht dass Sie an ihren Sohn denken. Das ist der richtige Weg. Viele nehmen die Kinder leider immer wieder als Druckmittel gegenüber dem Partner. In meinem Freundeskreis ist was ähnliche passiert, wie sie es hier beschreiben. Eine Freundin hat mit ihrem Kind für den Vater (EX-Partner) auch ein Geschenk zum Geburtstag besorgt und den gleichen Gedankengang gehabt wie in ihrem Fall. Leider wurde das von der anderen Seite nicht so gesehen und der Vater wurde wohl an einem wunden Punkt getroffen. Leider nimmt er auch immer wieder Ereignisse bzw. die schöne Zeit des Kindes bei der Mutter zum Anlass , diese dem Kind negativ auszulegen. Er versucht hier auf übelste Art und Weise das Kind zu manipulieren. Dass das nicht förderlich für die Entwicklung des Kindes ist, muss ich hier ja nicht weiter erläutern.
Ich wünsche mir für Sie und meine Bekannte, dass der gesunde Menschenverstand sich durchsetzt und ihre Kinder nicht als Spielball benutzt werden.
LG Ingo

Antwort von Christina Rinkl

Hallo Ingo,

vielen Dank für das nette Kompliment.

Das stimmt, Kinder sollten nie als Druckmittel oder Spielball ihre Eltern benutzt werden - nur weil diese nicht über ihre eigenen Kränkungen und verletzten Gefühle hinwegkommen.

Ich finde es vor allem wichtig, dass getrennte Eltern nie vor ihrem Kind schlecht über den Ex-Partner reden - auch wenn das manchmal  schwer fallen mag. Darunter leidet letzlich immer nur das Kind.

Viele Grüße,

Christina

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