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Nestmodell und Eltern-WG: Zusammenleben trotz Trennung - kann das funktionieren?

Nestmodell und Eltern-WG: Zusammenleben trotz Trennung - kann das funktionieren?

24.04.2019. 21:04
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Vor ein paar Tagen rief mich eine Fernseh-Redakteurin an. Für einen Beitrag der WDR-Sendung "Menschen hautnah" sucht sie Eltern, die nach ihrer Trennung nach wie vor zusammen leben. Die das "Nest-Modell" praktizieren oder eine andere kreative Lösung gefunden haben. Kann das gut gehen? Journalistin Lena Lobers findet: ja, es kann. Denn sie kennt dieses Lebensmodell aus eigener Erfahrung.

Aus meinem Umfeld kenne ich persönlich niemanden, der nach der Trennung dauerhaft noch zusammenwohnt. Ich stelle mir das auch sehr schwierig vor - spätestens wenn einer von beiden einen neuen Partner hat.

Eine Wohnung für das Kind - und die Eltern pendeln

Aber wenn sich beide Eltern noch gut verstehen und freundschaftlich verbunden bleiben - warum sollte kreative Lösungen dann nicht möglich sein? Vom sogenannten "Nest-Modell" habe ich schon viel gelesen. Es wird bisher aber noch sehr selten praktiziert. Die Kinder wohnen in einer "Stamm-Wohnung" und die Eltern erziehen sie abwechselnd dort. So bleibt dem Nachwuchs das Wechseln erspart. Was zunächst gut klingen mag, gestaltet sich in der Realität aber ziemlich schwierig. Allein aus Kostengründen: Denn beim Nest-Modell werden drei Wohnungen benötigt. Eine fürs Kind, eine für Mama, eine für Papa.

Und ob es wirklich schön und praktikabel ist, sich mit dem Ex-Partner (wenn auch in gegenseitiger Abwesenheit) eine Wohnung zu teilen, glaube ich ehrlich gesagt auch nicht. Job-Unterlagen, Notizen und den Brief vom Finanzamt in der Wohnung liegen lassen? Geht nur, wenn man sich wirklich noch sehr gut versteht.

Wenn Trennungseltern eine Wohngemeinschaft gründen

Ihr habt gute Erfahrungen mit dem Nest-Modell gemacht? Dann lasst es mich gerne wissen. Fernseh-Redakteurin Lena Lobers sucht genau solche Eltern für einen Beitrag in der WDR-Sendung "Menschen hautnah". Ihre eigenen Eltern sind nach deren Trennung gemeinsam mit den Kindern in einer Wohnung geblieben. Sie haben in einer "Eltern-WG" gelebt.

Am Telefon hat mir die Journalistin erzählt, dass sie diese Lebensform hauptsächlich positiv in Erinnerung hat. "Das Ende einer Beziehung muss nicht immer auch das Ende des Familienlebens bedeuten", findet sie.

Gemeinsame Lösung für die Kinder

Und sie sagt auch: "Unser Film will mutigen Menschen, die sich trotz Trennung für das Familienleben entscheiden, die Chance geben, ihre individuelle Geschichte zu teilen und damit anderen zu helfen. Der Film soll über das Thema aufklären, eine neue Perspektive aufzeigen und Menschen begegnen, die trotz gescheiterter Beziehung eine gemeinsame Lösung für die Kinder finden.

Uns ist es wichtig, authentische und ehrliche Filme zu realisieren. Ich, Lena Lobers, kennen die Sicht aus Kinderperspektive, denn ich bin selbst in einer Eltern-WG aufgewachsen und habe das als hauptsächlich positiv prägendes Erlebnis erfahren. Daher ist mir der Film ein sehr persönliches Anliegen."

Ein spannendes Thema ist es auf jeden Fall. Wer interessiert ist, schreibt mir an info@getrenntmitkind.de, ich leite alle Mails weiter. Vor allem Familien aus NRW werden gesucht. Mehr Infos über "Menschen hautnah" gibt es  hier.

 

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von Christina Rinkl (Kommentare: 0)

Während und nach meiner Trennung habe ich das Netz nach Blogs zum Thema durchforstet - und bin nicht wirklich fündig geworden. Inzwischen weiß ich: Es gibt ein paar, man muss sie aber gut suchen. Ich stelle euch hier meine Favoriten vor. Wenn ihr noch andere gute Webseiten zum Thema kennt oder selbst einen Trennungsblog schreibt und euch vernetzen wollt: Schreibt mir gerne an info@getrenntmitkind.de

von Christina Rinkl (Kommentare: 0)

Ich mag Listen. Sie sortieren mein Leben. Diese 10 Dinge hier sind für mich typisch für das Leben als Getrennt-Erziehende - zumindest in den ersten Monaten nach der Trennung.

1. Du kaufst viel zu viele Lebensmittel ein. Zumindest in der ersten Zeit. Aber jetzt reicht eine Salatgurke für eine ganze Woche und ein Paket Müsli für einen ganzen Monat.

2. Du wachst in der Nacht auf und denkst, dein Kind hätte nach dir gerufen. Dann fällt dir ein, dass es ja diese Nacht gar nicht bei dir schläft, sondern beim Ex-Partner. In dem Moment wünscht du dir, es wäre hier und hätte tatsächlich nach dir gerufen.  

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